Wenn man sich die Vorgänge und Aussagen der polnischen Politiker in den letzten Jahren anschaut, kommt man aus dem Kopf schütteln nicht mehr heraus.
Polen und Deutschland haben eine lange Historie mit dunklen Zeiten, aber in den letzten 8 Jahrzehnten haben sich die Beziehungen normalisiert. Man kann doch eigentlich von guten nachbarschaftlichen Verhältnissen (Politisch) sprechen.
Ganz zu schweigen davon, das es unter den Völkern zu einer mittlerweile engen freundschaftliche Beziehung geführt hat. Aber die politische Seite Polens, stellt uns mit der Sprengung von Nordstream vor große Fragezeichen.

Man muss das schon richtig einordnen, nicht das polnische Volk feiert den Verdächtigen oder bedankt sich bei den USA für die Sprengung. Es sind die polnischen Politiker. Insgesamt scheinen sich die politischen Beziehungen zu Polen abzukühlen.
Immer wieder gibt es von Seiten Polens Forderungen. Die Frage deutscher Entschädigungszahlungen für die Schäden des Zweiten Weltkriegs in Polen war in den vergangenen Jahren vor allem Teil der Politik der nationalkonservativen Partei PiS gewesen. .
Eine Parlamentskommission in Warschau hatte 2022 die polnischen Kriegsschäden auf 1,3 Billionen Euro geschätzt. Polens Entschädigungsansprüche gegenüber Deutschland seien weder erloschen noch verjährt, stellte sie damals fest.
Die Bundesregierung hatte die Reparationsforderungen aus Polen zurückgewiesen. Die Volksrepublik Polen habe 1953 auf weitere Reparationen verzichtet und dies mehrmals bestätigt, argumentierte die Bundesregierung. Aus deutscher Sicht ist die Frage nach Reparationen durch die Verträge zur Wiedervereinigung Deutschlands abschließend geklärt worden. Demnach stehen Polen keine Zahlungen zu. Zudem erhält Polen seit Jahren hohe Zahlungen aus der EU, die zu einem sehr großen Teil aus Deutschland kommen.
Aber der erste große diplomatische Ausrutscher erfolgte mit den Kommentaren der polnischen Politiker zur Sprengung von Nordstream und auch im Nachgang bei der Aufklärung dieses Terroranschlags auf die deutsche Infrastruktur.

Ministerpräsident Donald Tusk hatte bereits Anfang des Monats erklärt, eine Übergabe von Wolodymyr Z. sei nicht im Interesse Polens. Das Problem sei nicht, dass die Unterwasser-Pipelines von Russland nach Deutschland im September 2022 gesprengt, sondern dass sie überhaupt gebaut worden seien, sagte Tusk.

Polen sperrt sich also gegen eine umfassende Aufklärung zu diesem Terroranschlag. Möglicherweise ist es die Sorge, das es Verstrickungen in polnische Regierungskreise gibt oder aber man hat die Sorge, das es zu einem Streit innerhalb der EU mit Deutschland geben könnte, da man ja Russland zum absoluten Feindbild gemacht hat. Die Sorge darüber das Deutschland aus der Koalition der Willigen ausbrechen könnte scheint groß in Polen.
Auch im Hinblick auf mögliche Friedensgespräche in Ungarn zwischen Trump und Putin gibt die polnische Regierung kein gutes Bild ab. Man scheint in der vollen Konfrontation zu verharren. Anders kann man die Aussagen des polnischen Außenministers nicht deuten.

Die Polen scheinen kein großes Interesse an einem baldigen Stop der Kampfhandlungen zu haben. Polnischen unbestätigten Medienberichten zufolge ist Polen an den Kämpfen in der Ukraine beteiligt.
Dabei handele sich um Söldner, die unter dem Namen „Polnisches Freiwilligenkorps“ auf der Seite der ukrainischen Armee kämpften, berichteten die Online-Nachrichtenportale „Polsatnews.pl“ und „Wprost.pl“ am Sonntag.
Auch in der Internationalen Fremdenlegion der Ukraine dienen viele Polen (auch eh.Soldaten der polnischen Armee)und sind an den Kämpfen beteiligt. Die polnische Regierung legt darüber den Mantel des Schweigens.
Zu guter Letzt, fallen immer mal wieder Politiker auf, die sich zu Kommentaren hinreissen lassen, die man auch als ein aufkommen alter Feindbilder einordnen kann.

Hier handelt es sich um eine Antwort auf einen nicht ganz ernst gemeinten Post, durch einen polnischer Politiker und lokaler Regierungsbeamter, Mitglied des Sejm.
Was wir auch daraus lernen können, man kann noch solange in Frieden neben und miteinander leben. Es gibt immer wieder unterschiedliche Interessen der jeweiligen Regierungen. Was wir aber nicht zulassen dürfen, ist die Tatsache das man die Völker wieder gegeneinander aufwiegelt. Irgendwann sollten alle Seiten aus der Vergangenheit lernen.
Carsten Jahn







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