Die Deutsche Bundesregierung hat verkündet, das Sie die Landwirtschaft unterstützen will bei der Umsetzung der Düngemittelverordnung. Damit reagiert die große Koalition auf die Demonstrationen der Landwirte. Sie sollen eine Milliarde Euro für Investitionen erhalten. Dabei ging es den Bauern gar nicht um mehr Geld. Was sie verlangten, hat keinen Preis.

Die „Bauernmilliarde“ steigert ihre Wut noch. „Das ist ein lächerliches und unverschämtes Wort“, sagte Sebastian Dickow, Sprecher der Organisation „Land schafft Verbindung“ und selbst Landwirt. Da die Bauern diesen Weg ablehnen, heißt es wohl jetzt das sie gegen Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz sind? Das Framing der Bundesregierung ist unterste Schublade.

Die Forderungen der Bauern waren eindeutig, aber niemand in der großen Koalition will Ihnen da entgegenkommen, und somit auch nicht dem Verbraucher, dem Umwelt- und dem Tierschützer.

Das verheerende Signal, das mit der „Bauernmilliarde“ also einhergeht, ist, dass sich Berlin einmal mehr um das „Kerngeschäft“ der Landwirte, die Lebensmittelproduktion, wenig schert. Das Signal ist vielmehr: Ihr macht Probleme, wir geben euch Geld, damit ihr weniger Probleme macht. Ein Ende der Proteste ist deshalb mitnichten abzusehen, meint auch Sebastian Dickow. „Die Proteste werden unter dieser Voraussetzung erst richtig losgehen.“
Wir dürfen also alle gespannt sein wie es weiter geht. Wird der Deutsche Bauernstand reagieren und wenn Wie? Es ist unglaublich wie die Politik versucht jahrzehntelange Fehler zu kaschieren, Korrekturen aus dem Weg zu gehen, und dann noch die Frechheit besitzt, zu versuchen die Bauern zu kaufen.
Carsten Jahn







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