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Na, Gott sei Dank!

Junge Studentin soll NPD-Ortsvorsteher ablösen

Was war der Aufschrei groß:  Mit Stimmen von CDU, SPD und FDP wird im hessischen Altenstadt-Waldsiedlung der NPD-Politiker Stefan Jagsch einstimmig zum Ortsvorsteher gewählt. Das ganze Land war in hellem Aufruhr, denn das Framing kam ganz durcheinander. Die AfD war doch schon rechtsextrem und man will doch nicht mit solchen Menschen zusammenarbeiten. Nun aber passierte das undenkbare, ein NPD-Politiker ein Ortsvorsteher?

Nicht doch in unserem urdemokratischen Land, welches vor Toleranz nur so glänzt, da muss man doch munter weiter die demokratischen Strukturen zersetzen. Es besteht ja scheinbar keine Möglichkeit einen Gegner auf demokratischer Ebene mit argumentativen Mitteln zu besiegen. Wenn man das bei der AfD schon nicht schafft, na wie denn dann mit jemandem von der NPD?

Mit einem gemeinsamen Antrag wollen die Parteien nun schnellstmöglich ihren Fehler korrigieren und die Abwahl des Rechtsextremen erreichen. Eine mögliche Nachfolgerin ist nun gefunden.

Ein Termin für die nächste Sitzung des Ortsbeirats, wo die Abwahl von Jagsch vollzogen werden soll, steht jedoch noch nicht fest.

Bei der ganzen Geschichte frage ich mich, wie es überhaupt zur Wahl des NPD-Politikers kommen konnte? Die Ortsbeiratsmitglieder hatten als Argumente unter anderem angeführt: Es gab keinen anderen Kandidaten und die Parteizugehörigkeit habe keine Rolle gespielt. Ein CDU-Vertreter sagte, Jagsch könne zudem mit dem Computer umgehen und Mails schreiben.

Da weiß man wirklich nicht, ob man lachen oder weinen soll.

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